Wasserwerk bleibt erhalten
Das genossenschaftlich geführte Wasserwerk in der Friedrich-Scheele-Straße für den "oberen" Teil von Albersdorf lieferte seit vielen Jahrzehnten den Mitgliedern beste Wasserqualität zu äußerst günstigen Preisen. Nun ist es aber stark sanierungsbedürftig geworden. Alle paar Jahre müssen die Druckwasserbehälter geprüft und gereinigt werden. Seit 1920 sind viele Anlageteile in Betrieb. Der Betrieb und die Wartung der Anlage wird ständig aufwändiger. Besserung kann nur durch eine umfangreiche Sanierung erreicht werden. Angebote wurden von mehreren Anbietern vom Vorstand eingeholt. Ergebnis war, die Rücklage reicht aber für diese Investion nicht mehr aus.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung wurde für Dienstag, den 15.9.2009 in die Versammlungsstätte "Waldesruh" eingeladen, wo sonst die jährliche Mitgliederversammlung mit einem gemeinsamen Kohlessen und anschließendem Tanzvergnügen abgeschlossen wird. Mehr als die Hälfte der 226 eingetragenen Mitglieder war erschienen, um sich informieren zu lassen.
Die Grundlage für die anstehenden Entscheidungen erläuterten Klaus Hennigsen und Albert Otto Busch. So aus der Erinnerung kann ich hier nur wenige Zahlen ohne Gewähr nennen, die genauen Zahlen sind aber bei der Geschäftsführung der Genossenschaft zu erfahren.
Dabei geht es bei der technischen Komplett-Sanierung um eine Investionssumme von etwa 75.000,--€. Diese Summe muss zum einen über einen Teil der Rücklage (25.000,--€) und zum anderen über einen Kredit der Raiba (ca. 50.000,--€) finanziert werden. Dazu ist entweder eine Erhöhung des Wasser-Preises von derzeit 0,68€/m³ auf etwa 0,75€/m³ erforderlich oder, wie es auch in Erwägung gezogen wurde, eine einmalige Umlage von etwa 250,--€ pro Mitglied. Während der Aussprache wurde das Für und Wider heftig diskutiert. Einige meinten, dass der Wasserpreis beim Wasserverband Süderdithmarschen mit z. Zt. 0,70€/m³ sicherlich günstiger bleiben wird. Denn was ist, wenn es nicht bei der geplanten Investitionssumme bleibt? Andererseits ist bei einer Schließung des Wasserwerks auch ein Betrag von etwa 25.000€ für die Sanierung und wasserrechtlich geforderten Füllung der genutzten drei Brunnen notwendig.
Letztendlich wurde für den Erhalt des Wasserwerkes mit großer Mehrheit gestimmt und damit dem Vorstand der Auftrag zur Sanierung gegeben.
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