Mittwoch, 4. August 2010

Radwanderwege sollen verbessert werden

Das Radfahren in unserer Urlaubsregion begeistert immer mehr Touristen.
Deshalb haben sich die Kreise Dithmarschen und Nordfriesland zusammengetan, um den Zustand der Radwanderwege und deren Beschilderung zu überprüfen und die Fernwege zwischen den Kreisen besser aufeinander abzustimmen. Das Projekt wird unterstützt von den fünf Aktivregionen in den Kreisen, dem Dithmarscher Tourismus e.V. und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland. Mittel aus den Förderprogrammen wurden bereits genehmigt. Zwei Büros in Itzehoe und Eckernförde sind mit der Projektdurchführung beauftragt.
Das Ziel ist es, die Beschilderung der Radwanderwege wieder in einen funktionstüchtigen Zustand zu versetzen und an die heutigen Ansprüche anzupassen. Die Streckenqualität soll verbessert werden und die Streckenführung soll vereinfacht werden, in dem auf landschaftlich attraktivere oder weniger gefährliche Strecken ausgewichen werden kann. Ebenso sollen die Rastplätze erfasst und möglicherweise ergänzt werden.
Die einzelnen Gemeinden in den beiden Kreisen werden zur Mitarbeit aufgerufen, damit vor Ort entschieden wird, welche Sehenswürdigkeiten angefahren werden können. So befasste sich der Touristik-Ausschuss der Gemeinde Albersdorf auf der letzten Sitzung mit diesem Thema. Andreas Leistritz, Ernst Wilhelm Ramundt und Hans-Peter Tießen erklärten sich bereit, die Radwege im Albersdorfer Bereich abzufahren und entsprechende Änderungsvorschläge auszuarbeiten.

Dienstag, 3. August 2010

Neue Hinweisschilder in Albersdorf

Der Kultur- und Touristikausschuss des Gemeinderates plädiert für einheitliche Hinweisschilder in Albersdorf. Als erstes solcher Schilder brachte Bürgermeister Peter Mucke ein Hinweisschild zum neuen Hotel Bess mit zur letzten Sitzung. Es zeigt den Hinweis in weißer Schrift auf grünem Untergrund, dazu ein dreieckiger weißer Richtungspfeil.
Der Ausschuss bittet alle Gewerbetreibende, sich auf freiwilliger Basis dieser Aktion anzuschließen, um auf ihre Betriebe aufmerksam zu machen. Bei Gelegenheit könnten auch ältere Schilder ausgetauscht werden, so dass alle solche Schilder in Albersdorf einheitlich werden.
Der Vorsitzende des Gewerbevereins, Heribert Heinecke, begrüßt das neue Schilderdesign und sagt die Unterstützung zu. Wenn die Geschäftsleute sich an einer Sammelbestellung beteiligen, können die Kosten für die neuen Schilder sicherlich noch gesenkt werden.

Internationale Sommerschule INCA 2010 in Albersdorf


Vom 18. Juli bis 2. August 2010 richtet die Universität Kiel unter Koordination von Prof. Dr. Wolfgang Rabbel, UNI Kiel, in Albersdorf (Dithmarschen) unter dem Titel INCA-2010(*) den dritten Internationalen Kurs für ArchäoGeophysik aus. In der ArchäoGeophysik nutzt man geophysikalische Messungen, um archäologische Funde und Siedlungsreste im Untergrund zerstörungsfrei zu orten und zu untersuchen.

* INCA steht für International Course on ArchaeoGeophysics

Die Wissenschaftler und Studenten der Universitäten Bratislava (Slowakei), Kiel und Kocaeli (Izmit, Türkei) untersuchen in unserer Gemeinde den Untergrund mit den neuesten Methoden der Geophysik. Es sind 50 Studierende und Dozenten in dieser Arbeitsgruppe. In den verschiedenen Disziplinen werden die Studenten eingewiesen und unterrichtet. Die Ergebnisse können dann interdisziplinär ausgewertet werden und somit zur weiteren Verbesserung der "eigenen" Untersuchungsmethode führen.

Mit Bodenradar, Geomagnetik und Bodenelektrik tomographieren sie unsere Großgräber aus der Steinzeit und das geheimnisvolle Erdwerk von Albersdorf. Unter der mittelalterlichen Kirche von Albersdorf wird nach unbekannten Krypten und Hohlräumen gesucht - mit Bodenradar und einer hochgenauen Vermessung des Erdschwerefeldes.


Vor und in der St. Remigius Kirche in Albersdorf werden hochsensible Schwerkraft-Messungen unter der Leitung von Prof. Dr. Roman Pasteka (Bratislava), Dr. Sabine Schmidt und Prof. Dr. Hans-Jürgen Götze (beide Kiel) und ihren beiden Teams durchgeführt. Die Geräte, mit denen die Schwerekraft der Erde bestimmt wird, - so genannte Gravimeter - sind neue und teure Errungenschaften der Abteilung Geophysik an der CAU Kiel und der Comenius Universität Bratislava. Beide Geräte sind sehr empfindliche Federwaagen, die das Erdschwerefeld bis auf die achte Nachkommastelle genau bestimmen können. Während das Gerät der Kieler Uni aus einem feinen Stahlfedersystem mit viel präziser Elektronik im Inneren aufgebaut ist, besteht das Gerät der Uni Bratislava aus einem feinen Quarzfedersystem, das ebenfalls von moderner, elektronischer Messtechnik umgeben ist. Beide Geräte funktionieren dann so, dass zwischen zwei Kondensatorplatten die sehr kleinen Probemassen elektrisch so positioniert werden, dass sie sich exakt in der Mitte dieses Kondensatorfeldes befinden. Die benötigte "Korrekturspannung" ist proportional zum relativen Messwert und zwar an jedem Messpunkt. Da in der Physik bereits vor langer Zeit (von Sir Isaac Newton, 1643 - 1727) nachgewiesen wurde, dass sich zwei Massen gegenseitig anziehen, werden auch die Probemassen in den Gravimetern von den Massen im Untergrund der Erde ganz unterschiedlich angezogen: Ist die lokale Masse groß, ist auch die Anziehung und die Auslenkung des Federsystems groß, ist sie klein - wie z.B. bei einem Hohlraum mit dem spezifischen Gewicht der Luft von "0 t/m3" - ist Anziehung und Federauslenkung ebenfalls klein. Übertragen auf die Verhältnisse in und vor der Remigiuskirche bedeutet das, dass z. B. die Feldstein- und Backsteinmauern der Kirche eine beachtliche Anziehung auf die Geräte ausüben und mit Hilfe von Computerprogrammen aus den Messwerten herausgerechnet werden müssen, um eventuell vorhandene Hohlräume - z.B. im Altarraum der Kirche - überhaupt erst erkennen zu können. Die von allen störenden Einflüssen "befreiten" Messergebnisse geben dann Rückschlüsse auf den Untergrund unter den Messstationen. Auf diese Weise können nach aufwändigem Prozessing mit dem Computer Hohlräume bestimmt werden: z.B. Krypten und Grab-Hohlräume. Die Messmethode, bei der mit Punktabständen von einem oder einem halben Meter gearbeitet wird - wie jetzt in Albersdorf -, wird Mikro-Gravimetrie genannt. Bei den bisherigen Messungen vor dem Eingang der Kirche sowie im Altarraum sind bereits Hinweise auf solche "anomalen" Massen sichtbar; ob es sich wirklich um Hohlräume handelt, oder um andere Objekte, müssen die Auswertungen der Wissenschaftler und Studierenden des INCA-Kurses in den nächsten Tagen zeigen. Die sich anschließenden Messungen mit dem Bodenradar können beim Auftreten von deutlichen Anomalien der Mikrogravimetrie im Untergrund zu Vergleichzwecken herangezogen werden und bei der Interpretation wichtige Hinweise liefern. (Dank an Prof. Dr. Götze für die Fachauskunft)

Einführungsvorlesung zur Mikrogravimetrie (vorgetragen von Prof. Dr. Roman Pasteka)












(Messungen außerhalb der Kirche und ein Teilergebnis in der Kirche)

Donnerstag, 15. Juli 2010

Straßenfest in der Gartenstraße

Seit 30 Jahren veranstalten die Anwohner der Gartenstraße im Sommer ein Straßenfest. 29 Jahre wurde dieses Fest auf dem Grundstück der Familie Duchow ausgetragen, doch in diesem Jahr sollte die Ausrichtung in jüngere Hände gelegt werden. Der Wechsel wurde nur auf das gegenüberliegende Anwesen der Familie Abraham gelegt. 40 Anwohner trafen sich bei Kaffee und Kuchen und genossen bei herrlichem Sommerwetter anschließend noch Gegrilltes und kühle Getränke. Für die Kinder waren lustige Spiele vorbereitet.
Wie Gründungsmitglied Gertraud Stark und Organisator Erhard Heeckt berichten, ist Gemeinschaftssinn in dieser Straße groß geschrieben. Es fängt schon bei der Geburt eines Kindes mit dem „Kindskieken“ an. Beim „Häkelbüdelclub“ werden die Neuigkeiten ausgetauscht und diskutiert und bei der gemeinsamen Heizölbestellung werden auch noch finanzielle Vorteile für die Straßenanwohner herausgeholt. Es herrscht hier noch ein harmonisches Miteinander in der Nachbarschaft.




Text und Foto: Tießen (emt)

Straßenfest am Jägerstieg

Auch im Neubaugebiet Jägerstieg fand ein Straßenfest statt. Gleich am Straßenanfang hatten die Verantwortlichen ein Festzelt aufgebaut, um sich nicht vor Regen, sondern vor der Sonne, zu schützen. Während die Frauen für die Vorbereitungen wie Einkauf und Kuchenbacken zuständig waren, kümmerten sich die Herren um den Grill und die Getränke. Harmonisch wurde dann gemeinsam mit 30 Anwohnern das diesjährige Straßenfest, das bereits zum siebten Mal stattfand, gefeiert.


Text und Foto: Tießen (emt)

Donnerstag, 8. Juli 2010

Neuer Betreiber für das Bürgerhaus?

Das Bürgerhaus ist das Schmuckstück im Ort Albersdorf und das kulturelle Zentrum.
Allerdings gezahlt die Gemeinde für den Betrieb jährlich 1900 Euro an das Amt Mitteldithmarschen, das dafür eine Mitarbeiterin eingestellt hat. Da Albersdorf jeden Haushaltsgroschen dreimal umdrehen muss, wird auch hier nach Einsparmöglichkeiten gesucht. So wurden in der Gemeindevertretung andere Betreiberkonfigurationen diskutiert.
Naheliegend wäre, den "Förderverein Bürgerhaus" zum Träger und damit zum Betreiber zu machen. Das würde den jetzigen Förderverein jedoch überfordern, so der Vorsitzende Gerhard Becker. Bislang war der Förderverein in erster Linie als Spendensammler für die Verbesserung der Einrichtungen tätig. Die ehrenamtlichen Mitglieder müssten dann für die neuen Aufgaben neu aufgestellt werden.
Gegen den Vorschlag, dem Förderverein nur die Verwaltung zu übertragen, hatte das Amt Mitteldithmarschen Bedenken.
Das Amt Mitteldithmarschen könnte jedoch Träger des Bürgerhauses bleiben und das Bürgerhaus an den Förderverein oder einen anderen Betreiber  verpachten.
Eine Lösung konnte auf der Gemeinderatssitzung jedoch nicht gefunden werden. Im nichtöffentlichen Teil wurde weiter über Gebührenerhöhungen beraten, um die defizitäre Einnahmesituation zu verbessern.

Sonntag, 27. Juni 2010

Pokalschießen der Albersdorfer Vereine

Die Beteiligung an der diesjährigen Pokalschießwoche der Albersdorfer Schützengilde ist leicht rückgängig. Waren es im Jahr 2009 noch 113 Teilnehmer aus 20 Mannschaften aus dem ehemaligen Kirchspiel Albersdorf, so beteiligten sich in diesem Jahr nur 14 Teams an diesem Wettbewerb. Zehn Herrenmannschaften (Vorjahr 15), drei Damenmannschaften (4) und nur eine Jugendmannschaft stellten sich dem Wettkampf.
Sieger bei den Herren wurde die Mannschaft der Feuerwehr Albersdorf I mit den Schützen Detlef Thies, Andreas Knobloch, Karsten Feldhusen und Marina Knobloch. Den zweiten Platz belegte der Verschönerungsverein mit Manfred Petersen, Inken Werner, Sören Werner und Jürgen Wieczorek vor dem Sparclub Zinseszins mit Claus Franzenburg, Sandra Röhl, Sönke Saar und Rita Müller. Bester Einzelschütze ist Claus Franzenburg.
Bei den Damen siegte die Straßenmannschaft "Op de Loh" aus Immenstedt mit Michael Kracht, Karen Kracht, Sandra Hohnroth-Kracht und Dörte Siehl vor der DRK-Bereitschaft mit Imke Neumann, Holger Neumann, Silke Heitmann und Mirco Reis sowie den Landfrauen Albersdorf-Österdörfer mit Katja Evers, Frauke Kühl, Gesche Konnowski und Hilke Volkers. Beste Einzelschützin ist Katja Evers.
Bei den Jugendlichen beteiligte sich nur eine Mannschaft. Mit Florian Abraham, Jan-Christoph Pieper, Nina Abrahams und Tamo Thies holte sie sich den Siegerpokal. Bester Einzelschütze ist Florian Abrahams.
Den Bürgermeister-Wanderpokal erhielt der Motorclub Albersdorf mit den Schützen Regina Rühl, Andrea Rühl, Jürgen Lorenzen und Gisela Schatt.


Die Siegerehrung des Pokalschießens 2010 der Albersdorfer Schützengilde.


Text und Foto: Tießen (emt)